Huhu! Ich bin Tobi Kunze, gebürtiger Hannoveraner und Autor, Satiriker und Bühnendichter. 2001 habe ich mich mit meinen Gedichten, Kurzgeschichten und Freistil-Improvisationen nicht nur auf die Bühne getraut, sondern gleich Open Mics, Literaturbühnen zum Mitmachen organisiert. Aus den ersten Amateur-Abenden wurde ein ziemlich wilder Ritt – ich trat im gesamten deutschsprachigen Raum bis weit darüber hinaus auf.
Ich war nicht nur 17 Jahre lang Teil eines Rap-Acts namens »Big Tune«, der 3x in Weißrussland, 2x durch Serbien und 1x nach Polen getourt ist; solo durfte ich als Performance-Dichter Einladungen auf Poesiefestivals nach Paris, Barcelona, Antwerpen, Ischewsk, Helsinki, Tallinn, Nikosia und vielen Orten mehr folgen, selbst nach Malawi und Madagaskar.
In meiner Heimatstadt Hannover bin ich Mitglied des Lesebühnen-Ensembles »Nachtbarden« (www.nachtbarden.de), das 2015 mit dem Kabarettpreis „Fohlen von Niedersachsen“ ausgezeichnet wurde.
Weil ich meine Wurzeln nicht vergesse, moderiere ich seit den Anfangstagen die »Offene Bühne« im Anderen Kino in Lehrte, die halbjährlich Künstler*innen aller Arten und Sparten ein Forum bietet. Und ich gebe dem Nachwuchs und anders Junggebliebenen auch gerne Workshops im kreativen Schreiben an Schulen, Jugend- und Bildungseinrichtungen.
Neben hunderten von Poetry Slam-Siegen hab ich auch ein paar Titel eingeheimst: ich wurde Sieger der »European Poetry Slam Days« in Berlin 2009, einer Art erster inoffizieller europäischer Poetry-Meisterschaft, wurde 2008 der erste Poetry-Slam-Meister des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen 2008 und verteidigte den Titel im darauffolgenden Jahr nicht ganz, aber als Vizemeister – gegen Torsten Sträter, was natürlich dufte ist. Und ich hab den »Rap Slam« zwei Mal für mich entschieden, eine Spartenveranstaltung bei den deutschsprachigen Poetry Slam-Meisterschaften 2007 in Berlin und 2008 in Zürich.
2006, als Zwischendiplom in meinem Kommunikationsdesign-Studium, habe ich die Anthologie »Stadtgeschehen bei Mischwetter« im Schöneworth Verlag herausgegeben, die ein kleines »who is who« der damaligen deutschen Poetry Slam- und Lesebühnen-Szene versammelte. Meine Texte finden sich in Dutzenden von Anthologien, Literaturmagazinen und Fanzines, etwa im »Punchliner« des Andreas Reiffer Verlags, in Publikationen des »Blaulicht Verlag« oder beim »Satyr«-Verlag. Und für die taz hab ich auch schon mal geschrieben. Derzeit darf meine Kolumne die letzte Seite des Straßenmagazins »Asphalt« füllen.
Ansonsten kultiviere ich das Ideenhaben, indem ich Literatur- und Eventformate kreiere – zum Beispiel einen »Dada-Slam« mit dadaistischen (Cover-)Texten anlässlich Kurt Schwitters’ Geburtstag, dessen Abstimmungssystem aus Flummis und Eimern bestand – logisch, oder? Ich arbeite dabei auch gerne nachhaltig – die Eimer fanden sich bei einem Wettbewerbsformat für Viva Con Aqua wieder, wo mit Wasser abgestimmt wurde – welches man sich konsequenterweise gut einteilen musste.
Ich nahm selbst an unzähligen thematisch ausgerichteten Lesungen und Motto-Slams teil und habe mir über viele Jahre hinweg ein umfassendes Portfolio an Thementexten erarbeitet, die von Nachhaltigkeit und Klimaschutz über Bildung, Demokratie oder Jugend bis hin zu Gesundheit und technischen Themen reichen. Dieses Wissen bringe ich gerne zu Tagungen, Konferenzen und Kongressen mit – oder schreibe es gleich maßgeschneidert oder direkt vor Ort auf, als poetischen Impuls, kulturelles Intermezzo oder Poetic Recording-Tagesfazit (siehe »Aufträge«).
Auch sonst sind meine Zeilen vielfach anwendbar – ich habe schon Kunstausstellungen eröffnet, Bildungsseminare geleitet, Lehrkräfte fortgebildet und sogar als freier Trauredner Paare getraut und damit ständig neue Ideen und Herausforderungen angenommen. Ich bin gespannt, was als nächstes kommt.
»… bringt den Opernsaal zu begeistertem Zwischen- und Finalapplaus. Sein „offener Brief an die Welt“, indem er mit Studiengebühren, der Deutschen Bahn und Lkw-Fahrern abrechnet, die „Tetris über alle Fahrspuren spielen“, ist einer der Höhepunkte des Abends«
»riss mit seiner raumgreifenden Art, Texte zu performen, das Publikum immer mit.«
»Zuschauer hängen gebannt an seinen Lippen. Viel Herzblut und Leidenschaft hat er in seinen Auftritt gesteckt.«
»Den verdienten ersten Platz erkämpfte sich der Hannoveraner Tobias Kunze mit einem furiosen Auftritt voller Wortgewandtheit, rhetorischer Finesse und schauspielerischem Talent. Kein Wunder, dass sein Auftritt die anderen Teilnehmer in den Schatten stellte.«
»sprachlicher Leckerbissen…«, »ließ sofort einen wahren Wortwirbelsturm durch den Saal fegen.«
»Der sprachliche Radikalste ist Kunze. Ein Mann, der alles aufsaugt, was das Leben so an Textbruchstücken hergibt – Rohmaterial für rhythmische Wortschlangen und Endlos-Collagen. Kunze ist in der Lage, aus ihm zugerufenen Wörtern spontan eine Geschichte zu konstruieren. In der Brunsviga brachte er mühelos die Wörter Pfannkuchen, Schnorchel und Bauchnabelfussel unter. Und er sagte auch den schönen Satz: »Die Freiheit des Volkes ist die Summe seiner Horizonte.«
»Über „Gott und die Welt“ philosophierte schließlich Wortakrobat Tobias Kunze. Einem verbalen Feuerwerk gleich schilderte der Hannoveraner eine Begegnung mit dem „Anquatschkommando der Zeugen Jehovas“. Ein Beitrag, der trotz schreienden Wortwitzes die kritische
Frage nach Gott nicht in Belanglosigkeit versinken ließ. Nachdenkliche Töne auch in „Die Zukunft war gestern“, retrofuturistisch in einer Welt, in der die Erde sich zwar weiter gedreht hat, die Zukunft jedoch irgendwo auf der Strecke geblieben ist.«
